41. Tag London: Margaret Thatcher und die Fische

Ein Höhepunkt des heutigen Tages wird das Sweetings sein. Hört sich zwar nach Süßwarenladen an, ist aber tatsächlich ein Fischlokal im Bank Viertel. davor allerdings möchte ich einem kleinen Museum in der Guildhall einen Besuch abstatten.

Die Guildhall ist ein riesiges Steingebäude aus dem 15 Jahrhundert, das einige Jahrhunderte als Sitz der Regierung der City diente. Neben Büros und Bibliothek gibt es auch ein kleines Museum und ein Stück römischer Mauer.
Zuerst muss ich allerdings durch einen Sicherheitscheck bzw. genau genommen muss das interessanterweise nur meine Tasche.
Der Umfang der Exponate ist groß. Der Platz beschränkt, so dass regelmäßig einige Stücke getauscht werden und man bei jedem Besuch immer wieder etwas Neues entdecken kann.
An ihrem Platz bleibt jedoch immer eine Lebensgroße Statue von Margaret Thatcher, sicher hinter Glas platziert, denn die eiserne Lady hat nicht nur Freunde.
Die „Schönheitschirurgen“ haben einen guten Job gemacht, denn ihr Hals sieht einwandfrei glatt aus. Vor einigen Jahren hat sie hier nämlich jemand mit einem Cricket Schläger geköpft. War wohl nicht ganz einer Meinung mit ihrem Wirken…

Ansonsten muss ich sagen, find ich die Ausstellung nicht so spannend. Nun bin ich aber schon einige Wochen hier und viele Museen besucht und viel gesehen. Vielleicht bin ich schon etwas zu verwöhnt…

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Dann sehe ich ein Schild auf dem „Colosseum“ steht. Interessant, wo haben sie denn das hier noch unter gebracht.
Es geht Steinstufen hinunter und durch eine Glastür hindurch befindet man sich in einer anderen Welt.

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Dunkel und kühl ist es hier unten. Man sieht einige Überreste des Colosseums aus römischer Zeit. Diese kamen erst Ende des 20 Jahrhunderts zutage als man die Galerie nach dem Krieg wieder aufbauen wollte.

Ein wenig Fantasie ist nötig, um sich bei den wenigen Überbleibseln vorzustellen, wie es damals ausgesehen hat. Daher finde ich die Kombination mit den Lichtern, die die Sitzplätze und Gladiatoren darstellen, äußerst gelungen. Menschengebrummel und Metallgeklappere im Hintergrund geben einen Eindruck als Stünde man mitten in der Arena.

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Die Zeit drängt, ich habe ein Mittagsdate.
Das Sweetings sieht schon von Außen schon sehr nett und einladend aus.
Man wird freundlich auf italienisch-englisch empfangen und zu einem Platz begleitet. Der Raum in der Mitte ist praktisch leer, denn die Tische bzw. eigentlich eher Theken sind entlang der Wände so angerichtet, dass zwischen Theke und Wand noch ein Kellner steht. Man sitzt also nebeneinander auf Barhockern, sieht aus dem Fenster und hat eine Bedienung, die nicht weglaufen kann, stets griffbereit. Sehr praktisch :-). Trotz der ungewöhnlichen Aufteilung, ist es definitiv gemütlich und urig. Kein Wunder, das Lokal gibt es auch schon seit über hundert Jahren.
Das Essen ist ebenfalls ganz wunderbar. Es, natürlich, Fisch. In allen Varianten und Formen. Für mich gibt es Lachssteak mit Spinat, perfekt auf dem Punkt. Och ja, an so einen Mittag könnte ich mich direkt gewöhnen…

Aufgemerkt 1:
Guildhall Museum nicht unbedingt ein Must-Do in London

Aufgemerkt 2:
Fischlokal Sweetings ist sehr im Bank Viertel zu empfehlen. Hat allerdings nur Mittags und unter der Woche geöffnet.(zu Tripadviser Bewertung)

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