Klettergarten_Logo

Go Ape! – Gesagt getan und affengleich durch den Kletterwald geschwungen

Schon ein lustiger Name für einen Hochseilgarten. Und mehr als passend, wenn man im dichten Wald von Baum zu Baum klettert, krabbelt, sich hangelt und schwingt. King Lui, der „Affen-König“ aus dem Dschungelbuch, hätte seine Freude daran. Und wir werden sie sicherlich auch haben…

Zunächst einmal muss man sich mit den bürokratischen Dingen auseinandersetzen. Hochriskante sportliche Aktivität, der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Personenschäden und was es sonst noch so an eckig-klingenden juristischen Umschreibungen gibt. Zugegebenermaßen, das nimmt einem schon ein wenig die Vorfreude. Aber was sein muss, muss sein. Vor allem in England, dem Land der „health & safety issues“.

Ich war zwar schon mal in einem Hochseilgarten in Garmisch-Partenkirchen, aber obwohl von der Idee gleich, sind sie dann doch unterschiedlich. Damals hatte ich einen Monster-Muskelkater an Stellen, an denen ich nicht glaubte überhaupt Muskeln zu besitzen. Von der Beschreibung auf der Go Ape! Website, klingt es allerdings mehr nach Unterhaltung und Spaß und etwas weniger nach sportlicher Herausforderung. Aber wir werden sehen…

Der Klettergarten liegt traumhaft gelegen direkt neben dem Leeds Castle, 70km süd-östlich von London. Der Wald ist so dicht, dass man die Stationen und Kletterelemente nicht einmal erahnen kann. Das erhöht doch direkt die Spannung.

Safety first.
In der kurzen Einführung bekommt man den Gurt umgeschnallt und erklärt wie man damit und den Karabinern umzugehen hat. Wir sind dabei sicherlich 20 Leute und eine mittelmäßig motivierte Angestellte. Bei den Trocken-Übungen stellt sich dann auch heraus, dass der Großteil maximal mit einem halben Ohr hingehört hat. Macht aber nichts, denn an einem Mini-Parcour wird nochmal geübt und wer ihn fehlerfrei durchläuft, darf erst starten.

GoApe_Einstiegsparcour

Während ich also warte, bis ich an die Reihe komme, habe ich jede Menge Zeit um mich umzusehen. Die Teilnehmer sind bunt durch gewürfelt. Alt und jung, dick und dünn und von eher sportlichen Outfit bis Hotpants mit bauchfreien Top ist alles dabei.
Zugegeben, mit Wanderhose, festen Schuhen und Funktionsshirt entspreche ich dem Klischee, mit dem Deutsche, Schweizer und Österreicher leben müssen. Aber Gurt direkt auf Haut, sieht so aus, als ob es zwicken könnte…

Endlich geht es los mit dem ersten richtigen Parcour. Zuerst geht es auf einer etwas wackligen Leiter aus Seilen und Holzstreben nach oben auf eine kleine „Aussichtsplattform“, die sich um einen Baum herumwickelt. Zwischen den gegenüberliegenden Bäumen ist ein Netz aus dicken Seilen gespannt, in das man sich, festgegurtet, schwingen muss. Daher auch Tarzan Parcour. Wobei ich mir sicher bin, Tarzan wäre etwas eleganter geschwungen und im Netz nach oben auf die nächste Plattform geklettert, als wir.

GoApe_Tarzan

Bei den nächsten Aufgaben müssen wir über wacklige und unterschiedlich angeordnete Bretter laufen. Dies wird erleichtert, indem links und rechts neben dem Körper Seile gespannt sind, an denen man sich festhalten kann – wenn man eben möchte. Jetzt noch über ein Metallseil, elfengleich wie ein Artist. Dass auch hier Seile zur Unterstützung des Gleichgewichts vorhanden sind, lass ich mal galant unter den Tisch fallen…

Am Ende des Parcours angekommen, wartet eine Abfahrt auf uns. Sozusagen als Belohnung und vielleicht auch als Highlight. Man hängt sich mit den Gurt in die Halterung, springt von der Plattform am Baum ab und dann geht es flott abwärts. Die längste Fahrt hat 250 Meter und führt über ein kleines Tal. Also reichlich Zeit für einen schönen Ausblick.

GoApe_Abfahrt

Idealweise kommt man laufend mit den Füßen auf. Wen es dreht, der schaufelt mit seiner Hose reichlich Mull und Erdreich. Dafür ist die Landung allerdings auch weich.

Ingesamt gibt es in diesem Klettergarten 5 Parcours, die nacheinander gemeistert werden können. Die Aufgaben machen Spaß und sind unterhaltsam, wenngleich sich auch eine gewissen Wiederholung einstellt: Holzleitern in verschiedenen Formen und Ausführungen, Röhren zum hindurch krabbeln, Netze zum durchlaufen oder hochklettern und jedes mal zum Abschluss die Abfahrt mit dem Seil zum Boden zurück.

Der Hochseilgarten ist perfekt im Wald eingebettet. Der Boden ist bedeckt von Sträuchern und bietet für alle, die ein etwas mulmiges Gefühl in der Höhe haben (höchster Punkt sind 12 Meter), meist einen ganz guten „Sichtschutz“. Die verwendeten Materialien für die Kletterelemente sind, abgesehen von den Sicherungsseilen, Holz und Naturseile.

Wem ein Parcours nicht zusagt, der kann ihn natürlich auslassen und auf dem Pfad, der durch den Klettergarten führt, als Zuschauer bis zum nächsten Punkt gehen.

Vor jedem Kletterelement hängt ein Schild, dass die Schwierigkeit angibt. Wenn man allerdings schon mal oben und dabei ist, hilft das meines Erachtens nicht mehr viel. Außer man geht auf gleichen Weg zurück.  Im Grunde sind aber alle Elemente (insgesamt 38) wirklich gut und ohne große Kraftanstrengung zu meistern oder es gibt einen leichteren alternativen Weg. Wer dennoch nicht weiterkommt, zieht sich einfach im Gurt sitzend an den Hilfsseilen bis zur nächsten Plattform entlang.

Außer bei den Netzen, sind alle Seile angenehm in Gummi/Plastik gehüllt, so dass auch zarte Computer-Hände den Tag ohne Schwielen und Blasen überstehen sollten. Für die Weicheier unter euch, gibt es dünne Handschuhe direkt vor Ort zu kaufen :-).

Als Belohnung für die Strapazen bekommt man noch eine Urkunde überreicht. Unterschrieben vom Chef Gorilla (wahrscheinlich der Zweit-Job von King Lui) höchstpersönlich.

GoApe_Urkunde

Aufgemerkt:
Wer hat jetzt Lust bekommen zwischen Bäumen herumzutoben und sich für die Abfahrt in die Tiefe zu stürzen? Zu gewinnen gibt es nämlich zwei 15% Gutscheine!
Gültig für alle Go Ape! Klettergärten (28x in England und Schottland) bis einschließlich November 2015.
Schreibt mir einfach eine E-Mail an info@reisen-mit-aussicht.com mit dem Betreff „Go Ape!“ bis 30.09.2015. Aus allen Einsendungen werden die beiden Gewinner gezogen. Diese erhalten bis 15.10.2015 die Gutscheine.

KATEGORIE
Spaßfaktor
Anspruch
Dauer
Gastronomie
Kosten
Anreise
Karte
BEWERTUNG
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 HINWEISE
Top, wer gerne kraxelt
Keine Kenntnisse, aber Schwindelfreiheit sinnvoll
∼ 3 Stunden für Parcour, ohne Wartezeit
Kiosk mit Getränken & Snacks
33 Pfund (Erwachsene)
Zug bis Hollingbourne & 30min zu Fuß, Parkplätze
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