28. Tag London – Saatchi Gallery

Ich hatte mich heute auf einen entspannten Tag im Natural Museum gefreut mit dem riesigen Diplodocus in der historischen Eingangshalle. Von weiten sehe ich schon massenhaft Menschen. Das tatsächliche Ausmaß wird mir erst klar, als ich dann davor stehe. Es kann nur einer rein, wenn vorher einer rausgeht. Die Schlange wird mit Absperrungen im Zaum gehalten. Gibt es hier was umsonst?!

Da sich nichts bewegt, will ich einen Blick ins Science Museum werfen. Nicht gerade meine erste Wahl, aber jetzt bin ich schon mal hier.
Sie gewähren mir immerhin direkt Eintritt. Dafür werde ich aber beinahe von drei Kinderwägen überfahren. In der Eingangshalle fliegen mir dann erst mal die Ohren weg vor lauter Geschreie und Geschnattere.
Offensichtlich sind Ferien. Die Väter haben sich auch freigenommen, man macht einen Familienausflug. Da habe ich mir einen Bombentag ausgesucht.

Eine kleine Runde kann ich drehen, denke ich mir und fange im obersten Stock an. Bis dahin haben es hoffentlich nur die wenigstens geschafft und vielleicht muss der eine oder andere andere nach Hause zum Mittagsschlaf.

Erst einmal setz ich mich allerdings auf eine Bank, um mich zu orientieren. Es wuselt nur so um mich herum.
Dann kommt eine ältere Frau deutet mir, ich möchte etwas rutschen. Gut erzogen wie im bin, tu ich das natürlich, obwohl noch einige andere Bänke komplett frei wären. Sie setzt sich aber dennoch irgendwie halb auf mich und ich muss mich und meine Jacke förmlich unter ihrem Hintern wegziehen.

Leute, also echt. Mir ist das jetzt zu viel, viel zu viel.
Und wisst ihr was? Ich komme nächste Woche wieder. Da habt ihr alle wieder Schule und ich meine Ruhe. Ätsch! 😉

Mir fällt die Saatchi Gallery wieder ein. Sie ist nicht weit von hier. So unter Marketing Kollegen muss ich natürlich mal schauen in was er sein Geld, das durch den Verkauf seiner Agentur herausgesprungen ist, investiert hat.

20 Minuten lange gehe ich durch das hübsche Chelsea. Vorbei an Häusern mit weiß gekalkten Hauswänden. Stufen, eingerahmt von weißen Säulen und verschnörkelten Geländer, führen zu großen Haustüren und Boutiquen, mit netten, wenn auch nicht besonders günstigen, Klamotten.

Nun bin da.

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Was ich hier sehe, gefällt mir sehr. Es ist eine Gallery, daher schon mal von überschaubarer Größe. Es geht um moderne Kunst. Bei dem Großteil der Bilder und Skulpturen kann man aber dennoch die Idee erkennen. Und, sehr sympathisch wie ich finde, Saatchi unterstützt junge Künstler. Jahrgang 1985 und jünger, die Y Generation sozusagen. In einem eigenen Bereich dürfen die noch völlig unbekannten Künstler ihre Bilder und Skulpturen ausstellen und so einen ersten Schritt Richtung bekannter werden machen. Saatchi gilt als Kunstkenner und durchaus in der Branche anerkannt.
Vielleicht soll ich zuschlagen. Vielleicht wird derjenige berühmt und das Bild ein Vermögen wert? Ich werde mal drüber nachdenken…
Ansonsten besticht die Gallery durch Minimalismus. Rechteckige Räume und weiße Wände. Man soll sich schließlich auf die Kunst konzentrieren.

Bilder verschiedener Künstler aus der Ausstellung:

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